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Reformations-Jubiläum
Am 31. Oktober 2017 wird sich zum 500. mal der Tag jähren, der sich unter der historischen Erinnerung mit der Reformation verbindet. In der Gefängnisseelsorge arbeiten die MitarbeiterInnen beider Kirchen längst ökumenisch zusammen. Zum Jubiläum wurden zwei Vorschlagsentwürfe für eine gemeinsame Feier entwickelt: Apfelbaum und Gefängnis der Schuld

Maßregelvollzug
SeelsorgerInnen im Maßregelvollzug arbeiten im Spannungsfeld verschiedenster Gefühlen und emotionaler oder gar körperlicher Ausbrüche. Sie sind womöglich selbst Adressat solcher emotionaler und/oder körperlicher Ausbrüche bzw. bekommen sie von Patienten und auch Personal anvertraut. Die Tagung von Mi. 15. November bis Fr. 17. November 2017 beleuchtet dieses Spannungsfeld und sucht nach Wegen für die eigene Arbeit. ...Infos


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| Tschüss... Mainz(er) Tagung - Abschied einer liebgewordenen Tradition


Fast 20 Jahre fand die Ökumenische Studientagung zur Qualifizierung der GefängnisseelsorgerInnen inmitten von Mainz statt. Die 41. Tagung wurde jetzt zum letzten Mal im „Erbacher Hof“ Mitte März 2013 durchgeführt. Unter dem Leitthema "Rein - Drin - Raus. Etappen des Justizvollzuges in Anspruch und Wirklichkeit" trafen sich evangelische und katholische GefängnisseelsorgerInnen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Im Sprachgebrauch wird die Woche der Zusammenkunft selbstverständlich „Mainzer Tagung“ genannt. Seit 1994 findet das Treffen kontinuierlich und jährlich in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt statt. Aufgrund der explodierenden Kosten wird der Ort verlagert werden in andere Tagungshäuser nach Würzburg (Haus Himmelspforten) und Osnabrück (Haus Ohrbeck, Georgsmarienhütte).

Abschied vom Leitungsteam

Mit der Änderung werden die Leiter Dietmar Jordan [im Bild oben links] von der JVA Aachen und Martin Schmid-Keimburg [im Bild oben rechts] vom JVK Hohenasperg nicht weiter zur Verfügung stehen. Seit 2008 haben sie die Tagung gemeinsam geplant und durchgeführt. Ganz herzlichen Dank sagen wir an Dietmar und Martin für ihr großes Engagement und ihr Herzblut in der Vorbereitung und Durchführung. Der große Zuspruch und die Qualität der Tagung sprechen für die beiden Leiter und die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung waren stets hervorragend. Ihnen gelang in der Art der ökumenischen Verbundenheit und in ihrer fachlichen Gestaltung immer eine hochwertige und professionelle Studien- und Einführungstagung.

Abschied einer liebgewordenen Tradition

In einer Feierstunde berichtete der ehemalige Vorsitzende der Konferenz und damaliger Seelsorger im Jugendvollzug der JVA Rockenberg (Hessen), Josef Rüssmann, von den Anfängen der Tagung in Mainz. Im Gespräch mit Bischof Kardinal Karl Lehmann sei man damals den Gefängnisseelsorgern sehr entgegengekommen und man behandelte die Teilnehmer als "diözesane Leute". Die ökumenische Ausrichtung sei von einigen in den Anfängen sehr kritisiert worden. Es gab aber nie ernsthafte Probleme und man gestaltete weiter gemeinsam die Zusammenkunft. Axel Wiesbrock als weiterer ehemaliger Vorsitzender der Konferenz (JVA Heidering, nahe Berlin) machte zudem deutlich, wie diskussionsbeladen aber auch verbindend die Tagungen waren. Resümee zogen die beiden scheidenden Leiter, indem sie in Blitzlichtern von ihren gemachten Erfahrungen berichteten. Ein Hauch von Wehmut und Abschiedsschmerz kam dabei bei den Teilnehmern an.

Im Gespräch für die zukünftige Leitung der nun 4-tägigen Studientagung sind Josefine May (JVA Vechta) und Dr. Simeon Reininger (JVA Meppen).