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Reformations-Jubiläum
Am 31. Oktober 2017 wird sich zum 500. mal der Tag jähren, der sich unter der historischen Erinnerung mit der Reformation verbindet. In der Gefängnisseelsorge arbeiten die MitarbeiterInnen beider Kirchen längst ökumenisch zusammen. Zum Jubiläum wurden zwei Vorschlagsentwürfe für eine gemeinsame Feier entwickelt: Apfelbaum und Gefängnis der Schuld

Maßregelvollzug
SeelsorgerInnen im Maßregelvollzug arbeiten im Spannungsfeld verschiedenster Gefühlen und emotionaler oder gar körperlicher Ausbrüche. Sie sind womöglich selbst Adressat solcher emotionaler und/oder körperlicher Ausbrüche bzw. bekommen sie von Patienten und auch Personal anvertraut. Die Tagung von Mi. 15. November bis Fr. 17. November 2017 beleuchtet dieses Spannungsfeld und sucht nach Wegen für die eigene Arbeit. ...Infos

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Am 31. Oktober 2017 wird sich zum 500. mal der Tag jähren, der sich unter der historischen Erinnerung mit der Reformation verbindet. In der Gefängnisseelsorge arbeiten die MitarbeiterInnen beider Kirchen längst ökumenisch zusammen. Zum Jubiläum wurden zwei Vorschlagsentwürfe für eine gemeinsame Feier entwickelt: Apfelbaum und Gefängnis der Schuld

Maßregelvollzug
SeelsorgerInnen im Maßregelvollzug arbeiten im Spannungsfeld verschiedenster Gefühlen und emotionaler oder gar körperlicher Ausbrüche. Sie sind womöglich selbst Adressat solcher emotionaler und/oder körperlicher Ausbrüche bzw. bekommen sie von Patienten und auch Personal anvertraut. Die Tagung von Mi. 15. November bis Fr. 17. November 2017 beleuchtet dieses Spannungsfeld und sucht nach Wegen für die eigene Arbeit. ...Infos

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| 98. Katholikentag 2012

Von Peter Holzer. Fotos: Thomas Eisermann

„Das Zelt der Gefängnisseelsorge am Wasserturm  war ein Besuchermagnet“ - so schreibt das Nachrichtenportal fn-web am 21. Mai 2012 in seiner Berichterstattung über den 98. Katholikentag, der vom 16. - 20. Mai 2012 unter dem Motto „Einen neuen Aufbruch wagen“ in Mannheim stattfand. Mit 18 Kolleginnen und Kollegen war die katholische Gefängnisseelsorge in den Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart stark vertreten. Unterstützung leisteten Vertreter des Bundesvorstandes und Kollegen der evangelischen Gefängnisseelsorge in Baden-Württemberg.


Im Zelt der Gefängnisseelsorge konnten die Besucher des Mannheimer Katholikentages einen Blick in den originalgetreuen, 8 Quadratmeter großen Nachbau eines Haftraumes der Justizvollzugsanstalt Adelsheim werfen. Die Zelle am Mannheimer Wasserturm zog viele Neugierige an. Teils schauten auch frühere Häftlinge vorbei, besuchten ihre einstigen Seelsorger und kamen mit den Besuchern ins Gespräch. "Ich saß über 13 Jahre", berichtete ein Mann. "Das schlimme ist nicht, dass du die ganzen Konsumsachen von Draußen nicht hast", meinte er. "Schlimm ist, wenn die Tür zu ist. Wer allein ist, wird seelisch verkrüppelt".

Solche und andere Berichte aus dem Alltag von Inhaftierten und Gefängnisseelsorgern machten die sehr zahlreichen Besucher am Informationsstand neugierig und nachdenklich zugleich. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger schilderten Jung und Alt nicht nur den Tagesablauf der Inhaftierten, sondern gewährten ihnen auch einen Blick in das Leben hinter Mauern und Gittern. "Wir repräsentieren eine Menschengruppe, die für die Gesellschaft nicht sichtbar ist", erklärte einer der Seelsorger und fügte hinzu: "Die Kirche ist auch an diesem Ort präsent. Sie sucht Menschen auf - und das Gespräch mit ihnen." „Wir sind Brückenbauer von drinnen nach draußen“ merkte ein anderer an.


Mit großem Interesse fragten viele Besucher am Informationsstand nach, was es genau bedeutet wenn Kirche in einer Justizvollzugsanstalt präsent ist und wie die Seelsorgerinnen und Seelsorger diese Präsenz mit Leben füllen. Von der großen Nachfrage an seelsorgerlichen Gesprächen bei Inhaftierten und Bediensteten der Anstalt berichteten die Gefängnisseelsorger gerne. Die Besucher gingen bei diesem Thema nicht auf Distanz sondern  ließen sich von den Seelsorgerinnen und Seelsorgern gerne ein klein wenig in die „Welt hinter Gittern“ entführen.

„Wenn nur alle Katholikentagsbesucher so viel Interesse für die Gefängnisseelsorge zeigen würden“, klagte ein Gefängnisseelsorger, als wieder ein namhafter Politiker trotz persönlicher Ansprache schnell am Zelt vorbeiging. Auch mancher Bischof tat es ihm gleich. Da bleiben Fragen offen… Umso mehr freute es, dass  Nuntius Périsset, Weihbischof Georgens, Bischof Bode, Weihbischof Jaschke, Pater Langendörfer und andere Vertreter der Kirchenleitungen „sich zur Gefängnisseelsorge stellten“. Eine wohltuende Stärkung und ein Zeichen der Anerkennung.

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